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QNG – Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude

Das QNG ist das staatliche Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude. Siegelgeber ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Vergeben wird es nicht vom Planer und nicht vom Energieberater, sondern von unabhängigen, akkreditierten Zertifizierungsstellen – auf Grundlage eines anerkannten Bewertungssystems.

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Was das QNG von einer Energieberatung unterscheidet

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Eine energetische Betrachtung fragt, wie viel Energie ein Gebäude braucht. Das QNG fragt weiter: Womit wurde gebaut, was kostet das Gebäude über seine Lebensdauer, wie gesund sind die Räume, wie lässt es sich nutzen und später zurückbauen.

Deshalb reicht für das Siegel kein Energieausweis und keine Effizienzberechnung. Es braucht eine Bewertung nach einem registrierten System und eine Prüfung durch eine Stelle, die dafür zugelassen ist.

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QNG-PLUS und QNG-PREMIUM

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Es gibt zwei Anforderungsniveaus. QNG-PLUS steht für überdurchschnittliche Anforderungen, QNG-PREMIUM für deutlich überdurchschnittliche. Ein Niveau gilt erst dann als erreicht, wenn sämtliche Einzelanforderungen dieses Niveaus erfüllt sind – es gibt keine Verrechnung, bei der ein sehr guter Wert einen schlechten ausgleicht.

Das ist der Punkt, an dem Vorhaben scheitern: nicht am Gesamtkonzept, sondern an einer einzelnen Anforderung, die niemand rechtzeitig auf dem Schirm hatte.

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Wer das Siegel vergibt – und wer es nicht kann

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Das Siegel vergibt eine Zertifizierungsstelle, die von der Deutschen Akkreditierungsstelle akkreditiert und vom Ministerium lizenziert ist. Den Zertifizierungsvertrag schließt der Bauherr mit dieser Stelle.

Die Nachhaltigkeitsberatung ist davon getrennt. Sie arbeitet im Auftrag des Bauherrn, bereitet die Zertifizierung vor und begleitet sie – sie entscheidet aber nicht über das Siegel. Diese Trennung ist vorgeschrieben, und sie ist sinnvoll: Wer berät, soll nicht über das eigene Ergebnis urteilen.

Wenn Ihnen jemand anbietet, Ihnen „das QNG auszustellen", stimmt etwas nicht.

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Welche Bewertungssysteme dahinterstehen

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Das QNG baut auf bestehenden Bewertungssystemen auf, die beim Siegelgeber registriert sein müssen. Für Wohngebäude sind das die Systeme des BiRN, der DGNB und von NaWoh, für Nichtwohngebäude die DGNB und das Steinbeis-Transfer-Institut.

Beim BiRN – dem Bau-Institut für Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen – heißen die Systeme BNK und BNG. Das Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnungsbau (BNK) gilt für Wohngebäude mit bis zu fünf Wohneinheiten, das Bewertungssystem Nachhaltige Gebäude (BNG) für größere Wohngebäude. Beide gehören seit 2021 zu den QNG-Siegelvarianten für Wohngebäude.

Ich bin zugelassener Auditor für die Bewertungssysteme des BiRN – darunter das BNK – und für die DGNB. Welches System im konkreten Fall das passendere ist, hängt vom Gebäude ab, nicht vom Geschmack, und wird vor der Beauftragung geklärt.

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Planungszertifikat und Gebäudezertifikat

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Es gibt zwei Zertifizierungsarten, und sie liegen zeitlich weit auseinander.

Das Planungszertifikat ist frühestens möglich, wenn die Baugenehmigung vorliegt – bei genehmigungsfreien Vorhaben, wenn die Ausführungsplanung fertig ist. Es bescheinigt, dass die Planung die Anforderungen erfüllt.

Die Gebäudezertifizierung ist erst möglich, wenn sich die Anforderungen am fertigen Gebäude nachweisen lassen. Geprüft wird dann nicht nur auf dem Papier: Zur Prüfung gehören die Besichtigung der Baustelle und Messungen am Bauwerk.

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Was dabei meine Aufgabe ist

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Ich begleite das Vorhaben von der Seite des Bauherrn. Das heißt im Einzelnen: das passende Bewertungssystem auswählen, die Anforderungen früh in die Planung übersetzen, die Qualitätssicherung mit allen Beteiligten vereinbaren, die Nachweise über den Bauverlauf sammeln und die Unterlagen so aufbereiten, dass die Zertifizierungsstelle damit arbeiten kann.

Dazu gehört auch eine ehrliche Einschätzung am Anfang, ob das angestrebte Niveau mit diesem Gebäude erreichbar ist. Diese Einschätzung ist im Förderfall ohnehin Teil meiner Aufgabe – sinnvoll ist sie immer.

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Wofür Bauherren das Siegel brauchen

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Der häufigste Anlass ist die Bundesförderung: Für die Förderstufen mit Nachhaltigkeitsanforderung ist das QNG Voraussetzung. Ohne Siegel keine Zusage auf dieser Stufe – unabhängig davon, wie gut das Gebäude sonst ist.

Daneben gibt es Bauherren, die das Siegel aus eigenem Interesse anstreben: als belastbarer Nachweis gegenüber Mietern, Käufern oder Banken, und als Beleg, dass Nachhaltigkeit beim Bauen nicht nur behauptet wurde.

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Wann Sie mich einbinden sollten

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So früh wie möglich, und jedenfalls bevor die Ausführungsplanung steht. Viele Anforderungen betreffen Entscheidungen, die ganz am Anfang fallen – Konstruktionsart, Materialwahl, Grundrisszuschnitt. Was dort festgelegt ist, lässt sich später nur mit Aufwand oder gar nicht mehr korrigieren.

Wer erst anruft, wenn die Baugrube ausgehoben ist, hat einen Teil der Möglichkeiten schon vergeben.

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Wo ich arbeite

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Für Wohngebäude bin ich von Riedlingen aus in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen unterwegs – im Landkreis Biberach, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Sigmaringen ebenso wie in der weiteren Region. Bei Gewerbe- und Industrieprojekten bin ich bundesweit tätig.

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Ihr nächster Schritt

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Wenn Sie überlegen, ob das QNG für Ihr Vorhaben in Frage kommt, klären wir das am besten in einem ersten Gespräch – mit den Unterlagen, die Sie haben, und ohne dass Sie sich vorher festlegen müssen.

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